2020

10.02.2020

“Romano Guardini”
Vortrag: Dr. Martin Brüske

Presse
RP         Monheim-Lexikon: Pilgram, Friedrich/Rheinischer Bot
Lokalkompass

Erläuterungen zum KKV-Vortrag über „Romano Guardini“

 „Was verbindet den KKV in Monheim am Rhein mit  „Romano Guardini“, dem bedeutendsten katholischen Religionsphilosophen und Theologen des 20. Jahrhunderts, der am 17.02.1885, also vor 135 Jahren geboren wurde? Als einer der großen katholischen Sozialverbände veranstaltet der KKV Vorträge mit namhaften Referenten und mit religiösen und ethischen Themen.

Der Referent, Dr. Martin Brüske, ist Mitglied des Direktoriums des Instituts für Ökumenische Studien der Universität Freiburg /Schweiz. Das Thema seiner Dissertation lautete: „Die Weisheit spielt vor Gott. Grundlegung einer Theologie der Liturgie in spieltheoretischer Perspektive“.

Er begleitet den Seligsprechungsprozess Romano Guardinis, der als wegweisender Inspirator der liturgischen Bewegung gilt und eine der führenden Persönlichkeiten in der katholischen Jugendbewegung war. Er tat sich als akademischer Lehrer mit außergewöhnlich hohem Zuspruch hervor.

Die bekannte Professorin Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz, fördert diesen Seligsprechungsprozess und hat schon mehrere Bücher über Romano Guardini veröffentlicht. Seit 1997 werden in Vorträgen, Kolloquien und Tagungen Themen aufgegriffen, die sich aus der Mooshauser Tradition ergeben. Prof. Dr. Gerl-Falkovitz  führt mit Pfarrer Andreas Süß jedes Jahr eine Philosophische Sommerwoche mit jungen Leuten durch.

Frau Dr. Gunda Brüske, ist für ihr Buch „Anruf der Freiheit – Anthropologie bei Romano Guardini“ mit dem Johann-Michael-Sailer-Preis ausgezeichnet worden.

Dr. Martin Brüske ist der Sohn des Ehrenringträgers der Stadt Monheim am Rhein und ehemaligen Bürgermeisters (2009) Martin Brüske.

Bei diesem Vortrag hat Dr. Martin Brüske den überraschenden Zusammenhang von Romano Guardini, Monheim am Rhein und Friedrich Pilgram aufgezeigt:
https://www.monheim.de/stadtleben-aktuelles/stadtprofil/monheim-lexikon/pilgram-friedrich

Prof. Dr. Bernhard Casper fand im Pfarrarchiv von St. Gereon ein Manuskript Pilgrams,
das als „Monheimer Manuskript“ in die Forschung eingegangen ist.
Hier sehen Sie die Titelseite seines fast 500 Seiten starken Werkes “Physiologie der Kirche”
aus dem Jahre 1860 und die beiden Seiten seines Vorwortes.

Literatur zu Romano Guardini
(17.02.1885 – 1.10.1968)

Lehrtätigkeit an den Universitäten Bonn, Berlin, Tübingen und München

Tugenden – Meditationen Über Gestalten Sittlichen Lebens
Die Absicht dieses Buches wäre erreicht, wenn der Leser empfände, dass die Erkenntnis des Guten Ursache von Freude ist.

Berichte über mein Leben  Autobiographische Aufzeichnungen
in Mooshausen im Allgäu, wo er nach der von den Nazis verfügten Aufhebung seines Berliner Lehrstuhls die Jahre von 1943 bis 1945 im Pfarrhaus seines Freundes Josef Weiger verbrachte.
Aus dem Nachlass herausgegeben von Franz Henrich

Romano Guardini Reform aus dem Ursprung
Rede von Dr. Hans Urs von Balthasar im Rahmen einer Feierstunde der Katholischen Akademie in Bayern im Jahre 1970

Der Herr
Betrachtungen über die Person und das Leben Jesu Christi
von Franz Henrich und Florian Schuller
„Wer es unternimmt, über die Persönlichkeit und das Leben Jesu Christi zu sprechen, muss sich darüber klar sein, was er will, und welche Grenzen hier jedem Wollen gezogen sind.“

Das ethische Denken Romano Guardinis
„Gehorsam gegenüber Gott und Freiheit des Geistes“
von Dr. theol. Bruno Kurth
Was bedeutet der christliche Glaube für die Moral?
Er begründet – so Guardini – ein Ethos der Gnade, die weiß, dass sie durch Gott lebt. Aber zugleich der Freiheit, die weiß, dass ihr die Verantwortung für die Welt übertragen ist. Es ist ein personales Ethos, das seine Vollendung in den Begriffen der Heiligkeit und der Liebe findet.“

Konturen des Lebens und Spuren des Denkens
vom Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
Die Verfasserin zeigt umfassend auf, worin zugleich die Entfaltung und Bewährung dieser christlichen Existenz – in Nähe und Widerspruch zu ihrem Jahrhundert – besteht: Das umfassende Porträt eines großen Menschen in Anfechtung und Treue gegenüber den Anforderungen der Zeit und seiner Berufung.

Anruf der Freiheit – Anthropologie bei Romano Guardini
von Dr. theol. Gunda Brüske
Theologische Anthropologie bewegt sich im Spannungsfeld von Dogmatik, Philosophie und Humanwissenschaften. Guardini hat diese Aufgabe als einer der ersten katholischen Theologen systematisch reflektiert und einen exemplarischen Entwurf vorgelegt.

Geheimnis des Lebendigen –
Versuche zu Romano Guardini
von Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz
Ein wichtiges Thema ist der Einfluss des Denkers auf die katholische Jugendbewegung, insbesondere auf den Quickborn. Sein damaliger Einfluss auf tausende junger Frauen und Männer, die ihn in Burg Rothenfels hörten, ist unbestreitbar und kaum zu unterschätzen.